Ich bin
als bundesweit tätiger Experte (sporadisch auch im Ausland) mit
den Voraussetzungen und Notwendigkeiten die es für den Putz braucht,
aber auch mit den Problemen und Sorgen die der Putz den Planern,
den Bauherren und auch den Ausführenden manchmal bereitet, bestens
vertraut.
Als häufig
herangezogener Schiedsgutachter und als Gerichtssachverständiger
kenne ich die Schwachpunkte, die bei der Planung, Ausschreibung,
Vergabe und Ausführung von Putzarbeiten auftreten.
Hier ein
paar Tipps, die Ihnen hilfreich sein sollen:
| Experten
- Tipp 1: |
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Sparen
beim Putz(en) ist
Geldverschwendung!
Es ist
für einen Fachmann unverständlich, wenn ein Bauherr beim Preis
des über Generationen bestehend bleiben sollenden Verputzes um
Groschen ( Rappen oder Cent') pro Quadratmeter regelrecht schachert
aber schon wenig später den vielfachen Einheitspreis z.B. für
einen Teppichboden ausgibt, der aber in längstens 10 Jahren seinen
Dienst erfüllt hat und zu ersetzen ist.
Mit einem
45.000-SFR - oder 30.000-Euro - teurem Auto hat kaum jemand ein
Problem, auch wenn die "Kiste" schon zwei Tage später
verschrottungsreif in einem Graben liegen könnte.
Sein Eigentum
dauerhaft schön und funktionell zu gestalten, und dafür beste
Qualität zu verlangen (und auch zu bezahlen), ist leider für viele
Auftraggeber schon ein großes Problem.
| Experten
- Tipp 2: |
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Vergabe
an den Billigstbieter
Es gibt
nur zwei Möglichkeiten zu Bauen und ein Gebäude zu erhalten:
Billig
Bauen und teuer Erhalten
oder
gut und richtig Bauen und
mit geringem Aufwand erhalten
Der englische
Philosoph John RUSKIN erkannte schon vor ca. 100 Jahren, dass
man um billiges Geld auch meist nur billige Ware und billige Leistung
erhalten kann. Er sagte:
"Es gibt
kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgendjemand ein wenig
schlechter machen und somit etwas billiger verkaufen könnte,
und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden
die gerechte Beute solcher Machenschaften".
| Experten
- Tipp 3: |
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Wertbeständigkeit
Ein ordnungsgemäß
ausgeschriebener und korrekt ausgeführter Putz erhöht die Gebrauchstauglichkeit
eines Bauwerkes erheblich und damit auch dessen Wertbeständigkeit.
| Experten
- Tipp 4: |
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Handwerksqualität
beginnt bei der Ausschreibung
bzw. Angebotseinholung
Arbeiten
Sie schon bei der Ausarbeitung des Ausschreibungstextes für Putzleistungen
eng mit erfahrenen Fachunternehmen und/oder qualifizierten Handwerkern
zusammen.
Leider
entsprechen die in den Standardtexten der LB-H enthaltenen Positionen
nicht den Anforderungen der aktuellen Putztechnologie.
| Experten
- Tipp 5: |
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Detailliertes
Angebot verlangen
Lassen
Sie sich die Putzarbeiten detailliert schriftlich anbieten, nur
so wissen Sie was Sie erwartet, nur so können Sie unterschiedliche
Angebote tatsächlich vergleichen.
Seien
Sie bitte fair! Lassen Sie sich nicht von Firmen Angebote ausarbeiten
um dann den Auftrag an den "Nachbarschaftshelfer" zu
geben.
| Experten
- Tipp 6: |
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Vergleichen
lohnt sich!
Vergleichen Sie die Preise! Es ist den meisten Häuslbauern
gar nicht bekannt, dass sich viele Pfuscherpreise kaum noch um
den Betrag der Mehrwertsteuer von offiziellen Firmenpreisen unterscheiden.
Vergleichen Sie nicht nur die Preise, sondern auch die im Preis
enthaltenen Nebenleistungen, wie z.B. Abdecken von Fenstern und
Türen, Materialtransportbeihilfe, Aufräumen, ... Viele Pfuscher
spannen da Ihre Auftraggeber ganz schön ein für Arbeiten, die
ein offizielles Fachunternehmen als Selbstverständlichkeit im
Einheitspreis inkludiert hätte.
Lassen Sie es sich schriftlich bestätigen, wenn vereinbart wurde
"Arbeit+Material", so Mancher hat da schon unangenehme
Überraschungen erlebt, wenn eine Woche nach der Auszahlung des
Werklohnes an die Putzpartie die Materialrechnung plötzlich
zusätzlich vom Putzlieferanten (Baustoffhändler) ins Haus flatterte.
| Experten
- Tipp 7: |
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Referenzbaustellen
anschauen!
Ganz besonders
für nicht gewerbliche Auftraggeber, also für Häuslbauer gilt:
Bevor Sie den Auftrag für Innenputz-, Aussenputz- oder Vollwärmeschutzarbeiten
vergeben, sollten Sie sich vergewissern, wie die Leute arbeiten.
Nicht
nur bei den sogenannten "Nachbarschaftshelfern", sondern
auch bei Ihnen nicht bekannten Firmen. Denn: Es gibt genauso viele
super arbeitende Pfuscher, wie es Murkser bei den Firmen gibt!
Fragen
Sie, wo die letzten drei Baustellen ausgeführt wurden; nehmen
Sie sich die Zeit und fahren Sie dorthin und überzeugen Sie sich
von der Qualität der Arbeiten.
Sie
tun das nur für sich selbst, denn Sie müssen schließlich den Rest
Ihres Lebens den Putz ansehen und damit bzw. darin leben.
(Anmerkung:
Wenn man Ihnen nicht oder nur nach langem Zögern die zuletzt bedienten
Baustellen nennt, dann sollten Sie zumindest vorsichtig werden,
weitere Kontakte herstellen und weitere Anbote einholen!)
| Experten
- Tipp 8: |
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Auch
Pfuscher müssen gewährleisten!
Auch privat engagierte "Nachbarschaftshelfer" (früher
sagte man ‚Pfuscher' dazu) müssen für Ihre erbrachten Leistungen
gewährleisten! - - - Es ist ein Irrglaube, dass Pfuscher keine
Gewährleistung tragen müssen, sie wird in den meisten Fällen nur
aus Unwissenheit nicht eingefordert. - - - Ob Sie das Finanzielle
offiziell oder "unter der Hand" erledigen, ist für die
gesetzlich festgeschriebene Gewährleistungspflicht völlig unbedeutend.
Bevor Sie den vollen Werklohn für den ausgeführten Putz auszahlen...
a) ...sollten
alle angebrachten Abdeckungen (Folien) wieder entfernt sein, denn
dann erst sehen Sie die wirkliche Qualität des ausgeführten Putzes,
und
b) ...sollten
Sie die fertiggestellten Arbeiten von einem Fachmann, oder noch
besser, von jenen Handwerkern abnehmen lassen , die nach dem Putz
weiterarbeiten, auf diesen drauf arbeiten (Maler, Fliesenleger,
Tischler für die Türen und Einbauten, ...)
So mancher
Bauherr erlebte schon teure Überraschungen, wenn nachfolgende
Handwerker Mehrkosten aufgrund des mangelhaften Putzes verlangten.
| Experten
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